Schulstruktur
Schulstruktur
Wir sind eine deutsche Auslandschule in einem japanischen Umfeld. Die Beherrschung und weitere Entwicklung der deutschen Sprache ist vor allem für unsere Jüngsten eine große Herausforderung. Deshalb legen wir im Kindergarten besonderen Wert auf Sprachförderung in Deutsch.
Die Lehrpläne der Grundschule und des 8-jährigen Gymnasiums orientieren sich wie in allen Auslandsschulen Ost- und Südostasiens an den Vorgaben des Bundeslandes Thüringen. Englisch wird bereits ab der 2. Klasse unterrichtet. Deutschsprachige Kinder lernen Japanisch; japanische Muttersprachler bekommen Zusatzstunden in Deutsch und können freiwillig am Wahlfach »Japanisch als Muttersprache« teilnehmen.
Die 5. Klasse gilt als Orientierungsstufe. Gegen Ende dieser Klassenstufe werden die Kinder nach Gymnasium, Realschule oder Hauptschule eingeteilt. Seit dem Schuljahr 2003/2004 hat die DSTY auf das 12-jährige Schulsystem umgestellt. Ab der 5. Klasse ist Englisch erste Fremdsprache. Als zweite Fremdsprache wird ab der 6. Klasse Französisch bzw. Japanisch für Muttersprachler oder diejenigen Schüler angeboten, die ausreichende Japanischkenntnisse mitbringen; ab Klasse 10 kann als 3. Fremdsprache noch Latein gewählt werden, um das Latinum zu erwerben.
Für die Klassenstufen, die noch nach dem 13-jährigen Schulsystem unterrichtet werden, begann die 2. Fremdsprache mit Französisch oder Japanisch in der 7. Jahrgangsstufe. Zu Beginn der 9. Klasse konnte zwischen Latein als dritter Fremdsprache und dem Fach Naturwissenschaften « gewählt werden. Diese Lehrpläne sind auch heute noch an die des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen angelehnt.
In der Oberstufe wird im Klassenverband unterrichtet. Deutsch ist für alle Prüflinge verpflichtendes Prüfungsfach bei der Abschlussprüfung. Neben der Reifeprüfung können an Bildungsabschlüssen außerdem der Haupt- und Realschulabschluss erlangt werden.
Real- und Hauptschüler werden im Klassenverband mit den Gymnasiasten zusammen unterrichtet, wobei die Gestaltung des Unterrichts, die Arbeitsmaterialien und die Leistungsfeststellung jeweils angepasst werden.
Unsere Schüler lernen an der DSTY das, was sie auch an innerdeutschen Schulen lernen würden. Der Übergang von Schulen in der Bundesrepublik, der Schweiz oder Österreich an die DSTY und zurück gelingt damit fast immer problemlos. Sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben, räumt die Schule Neuankömmlingen Nachholfristen ein.
Um Schweizer Schülerinnen und Schüler den Wiedereinstieg in das Schweizer Schulsystem zu erleichtern, beschäftigen wir eine Schweizer Lehrkraft. Der besonderen Situation der Schweizer Kinder in Japan gerecht zu werden, wurde dafür ein »Schweizer-Unterricht« für die Grundschule bis Gymnasium mit Schwerpunkt Schweizer Geographie, Schweizer Geschichte, Brauchtum, schweizerische Staatsbürgerkunde und Französisch eingerichtet. Der Unterricht wird in Schweizerdeutsch einmal wöchentlich durchgeführt und ist ein integraler Bestandteil des ordentlichen Unterrichtes. Selbstverständlich ist der »Schweizer-Unterricht« auch offen für alle anderen Schülerinnen und Schüler mit Interesse an der Schweizer Kultur.


